Zeichen des Glaubens

13. Mai 2012

Weihbischof Zekorn weiht Wegekreuz der Schützenbruderschaft Heilig Geist

Münster

Bis 2010 stand das Wegekreuz an der Siemensstraße. Nun wurde es von der Schützenbruderschaft Heilig Geist restauriert und an seinem neuen Standort am Vennheideweg („Jakobsweg“) geweiht. 

Claus Röttig

„Die Besitzverhältnisse des Grundstückes, auf dem es bisher stand, haben sich geändert. Daher war ein Umzug unumgänglich“, heißt es in einer kleinen Chronik der Bruderschaft, die von Birgit Austrup verfasst wurde. Mit einer Andacht, die von Weihbischof Dr. Stefan Zekorn und Präses Pfarrer Karl Braun geleitet wurde, wurde das Kreuz als Zeichen des Glaubens und der Verbundenheit seiner Bestimmung übergeben. „Ich finde es wunderbar, wenn Wegekreuze wieder errichtet werden und so auch im Alltag eine Stelle des Glaubens geschaffen wird“, so Weihbischof Zekorn.

Dabei hat das Kreuz eine bewegte Vergangenheit hinter sich: Als die beiden Söhne des Bauern Giesbert in den Deutsch-Französischen Krieg ziehen mussten, legte ihr Vater das Gelübde ab, dass er nach der unversehrten Rückkehr seiner Kinder ein Hofkreuz aufstellen lassen würde. 1870 ließ er das Kreuz direkt auf seiner Hofstätte an der heutigen Siemensstraße Ecke Geister Landweg errichten.

1929 wurde das Kreuz erstmalig restauriert, der Zweite Weltkrieg hinterließ erstaunlicherweise keine Spuren. Ebenso musste das Kreuz den vielen Neubauten nicht weichen.

1980 übernahm die Schützenbruderschaft Heilig Geist die Betreuung des Wegekreuzes von der Rechtsanwaltskanzlei Alpmann und Fröhlich, der die Grundstücksparzelle gehörte. Jährlich fand dort eine Maiandacht für die verstorbenen Schützen statt. Unter der Leitung von Reinhold Muchow wurde das Kreuz jetzt umgesetzt. An dem neuen Standort fand bereits eine kleine Maiandacht statt.

„Es kommt auch für einen Bischof nicht so oft vor, dass er ein solches Kreuz weihen darf“, so Zekorn. Zum einen sei die detailliert festgehaltene Historie schon etwas Besonderes. Zum anderen sei es das äußere Zeichen des Glaubens, der noch immer fest verwurzelt sei. „Auch die rege Beteiligung an der Einweihung macht deutlich, dass sich die Menschen über den Glauben freuen und dass sie fest mit Gott verbunden sind.“

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